
Der Ätna bringt Catania erneut zum Stillstand
Ein erneuter Ausbruch des Ätna hat den Hauptflughafen im Osten Siziliens erneut lahmgelegt. Die Auswirkungen sind bereits in Palermo, Comiso und auf Malta zu spüren, da Tausende von Passagieren versuchen, alternative Flugverbindungen zu finden.
Catania befindet sich weiterhin außerhalb seines normalen Betriebsrhythmus.
Die Probleme in Catania sind längst keine vorübergehende Störung des Flugplans mehr. Der Flughafen Catania-Fontanarossa hat am Mittwoch, dem 12. August, nach erneuten Ascheauswürfen des Ätna erneut den Flugbetrieb eingestellt. Laut Nach Angaben des SAC-Betreibers, wie von Reuters berichtet, Die Luftraumbeschränkungen werden voraussichtlich mindestens bis Donnerstag, 16 Uhr Ortszeit, in Kraft bleiben.
Die aktuelle Eruptionsphase dauert bereits seit mehreren Tagen an, und die Situation wird durch wechselnde Windrichtungen zusätzlich erschwert. Während dieser Phase hat das INGV für den Luftverkehr die rote VONA-Stufe ausgerufen, die höchste Alarmstufe aufgrund der Gefahr, die Vulkanasche für Flugzeuge darstellt. Anfang dieser Woche wurde an mehreren Schloten des Ätna Aktivität mit mehreren Lavaströmen registriert.
Palermo übernimmt den Verkehr, doch das Problem verlagert sich auf die Straße
Daher kann die Störung zunehmend als ein Problem betrachtet werden, das nicht nur einen Flughafen betrifft. Palermo In den letzten Tagen wurden dort bis zu 190 Flüge abgewickelt, die ursprünglich in Catania landen sollten. Dies hat den Druck auf das Terminal sowie auf Busse, Taxis und andere Verkehrsmittel zwischen West- und Ostsizilien erhöht.
Nach Schätzungen, über die „El País“ berichtet, sind bislang rund 30.000 Passagiere betroffen. Auch Comiso, das als eines der Ausweichziele dienen sollte, hat den Flugbetrieb aufgrund der Aschewolke vorübergehend eingestellt. Die Auswirkungen sind auch in Malta zu spüren, wo Flugausfälle und Verspätungen verzeichnet wurden.
Für den Tourismus ist der Mangel an Alternativen das größere Problem.
Für die Tourismusbranche Das Hauptproblem ist nicht der Ätna selbst. Die Eruptionen und vorübergehenden Einschränkungen in Catania sind ein bekanntes Betriebsrisiko. Die Autobahn zeigt jedoch, wie schnell das System unter Druck gerät, wenn es in den Wochen mit Spitzenauslastung zu einer Störung kommt.
Die Fluggesellschaften müssen ihre Flugpläne anpassen und Flugzeuge umleiten, während Reiseveranstalter und Reisebüros Unterkünfte, Transfers und neue Anschlussverbindungen für die Passagiere organisieren. Gleichzeitig verzögert die begrenzte Kapazität alternativer Verkehrsmittel in Sizilien die Normalisierung der Lage auch nach der Wiedereröffnung des Flughafens.
Für ein Reiseziel, das in hohem Maße vom Flugverkehr abhängig ist, wirft die aktuelle Situation erneut die Frage nach einer besseren Anbindung der sizilianischen Flughäfen und nach effektiveren Plänen zur Umleitung von Passagieren auf. Der Ätna lässt sich zwar nicht kontrollieren, aber die Art und Weise, wie das Tourismuswesen auf seine Ausbrüche reagiert, lässt sich durchaus steuern.