
Kroatischer Tourismus schreibt schwarze Zahlen – der Juli war der beste seit zwei Jahren
Kroatien verzeichnete in den ersten sieben Monaten 12,4 Millionen Ankünfte und 59,1 Millionen Übernachtungen. Die Zahlen für Juli bestätigen eine stabile Nachfrage, aber auch die wachsende Bedeutung von Preis, Last-Minute-Buchungen und flexiblen Angeboten.
Kroatischer Tourismus Zur Saisonmitte war ein leichter Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen. Laut den Daten von eVisitor stieg die Zahl der Ankünfte vom Jahresbeginn bis Ende Juli um 1 Prozent, ebenso wie die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025. An der Adria wurden 56,1 Millionen Übernachtungen verzeichnet, während das Festland und Zagreb zusammen die Drei-Millionen-Marke überschritten.
Im Juli wurden 29,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet
Besonders hervorzuheben ist der Juli, in dem 4,7 Millionen Ankünfte und 29,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet wurden. Die Ankünfte stiegen um 2,5 Prozent und die Übernachtungen um 1 Prozent, was das beste Juli-Ergebnis der letzten zwei Jahre darstellt.
Zu den führenden Märkten zählen erneut Deutschland, Slowenien und der heimische Markt, wobei auch aus Polen, der Tschechischen Republik, Österreich und Ungarn ein starker Zustrom zu verzeichnen ist. Gemessen an der Zahl der Übernachtungen von Januar bis Juli bleibt Deutschland mit 10,3 Millionen bei weitem der größte Markt, gefolgt von Kroatien mit 7,6 Millionen und Slowenien mit 6,7 Millionen Übernachtungen.
Istrien und Dalmatien machen den größten Anteil aus.
Regional gesehen verzeichnen die Küstenregionen weiterhin die höchsten Besucherzahlen. Istrien verzeichnete in sieben Monaten 16,7 Millionen Übernachtungen, Split-Dalmatien 11,1 Millionen und Kvarner 9,7 Millionen. Zu den meistbesuchten Reisezielen im Juli zählten Rovinj, Vir, Poreč, Medulin und Dubrovnik.
Preise und Last-Minute-Angebote beeinflussen die Nachfrage zunehmend.
Für die Tourismusbranche dürfte das Signal eines sich wandelnden Gästeverhaltens wichtiger sein als das Volumenwachstum an sich. HTZ verzeichnet einen steigenden Anteil an Last-Minute-Buchungen und eine deutlich stärkere Nachfrage nach einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das bedeutet, dass ein flexibles Management von Preisen und Verfügbarkeiten bis Ende August und in die Nebensaison hinein weiterhin von entscheidender Bedeutung ist.
Gleichzeitig stieg der Wert der steuerlich erfassten Rechnungen im Juli um 18 Prozent, während die Anzahl der Rechnungen um 8 Prozent zunahm. Auch wenn das nominale Umsatzwachstum unter Berücksichtigung von Preiseffekten betrachtet werden sollte, zeigen die Daten, dass die Ausgaben der Touristen schneller steigen als die Zahl der Übernachtungen allein.
Der nächste Test findet an Ferragosto statt, danach folgt die Saisonpause. HTZ setzt insbesondere auf eine anhaltende Nachfrage aus Polen und dem Vereinigten Königreich.