Entdecken Sie die kulinarische Seele der Steiermark und die Seen Kärntens
Es gibt Studienreisen, die lediglich einen Einblick in ein Reiseziel geben, und dann gibt es solche, die die Wahrnehmung einer Region völlig verändern. Eine kürzlich stattgefundene dreitägige Reise durch die Steiermark und Kärnten, die in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Zentrale für Tourismus, österreichischen Tourismuspartnern und mit Unterstützung der ÖBB, der österreichischen Staatsbahn, organisiert wurde, gehörte definitiv zur letzteren Kategorie.
Das Programm, das darauf ausgelegt war, einige der attraktivsten touristischen Angebote Österreichs zu präsentieren, verband Kultur, Gastronomie, nachhaltige Mobilität, Natur und wertvolle Gelegenheiten zum Networking. Von handwerklich hergestellter Schokolade und Premium-Spirituosen in den atemberaubenden Landschaften der Oststeiermark bis hin zum türkisfarbenen Wasser des Wörthersees in Kärnten zeigte die Reise eine Seite Österreichs, die viele internationale Besucher noch entdecken müssen.
Erste Eindrücke: Graz, Österreichs Hauptstadt des Genusses
Die Reise begann in Graz, der charmanten steirischen Landeshauptstadt, wo sich alle Teilnehmer im IntercityHotel Graz versammelten. Das Hotel liegt direkt neben dem Hauptbahnhof und verdeutlichte damit auf Anhieb eine der Stärken des österreichischen Tourismus: die hervorragende Anbindung.
Nach einem herzlichen Empfang und einem leichten Mittagessen teilten die Veranstalter alle Teilnehmer auf thematische Ausflüge in der Region ein. Die Veranstalter hatten klugerweise mehrere Programme zusammengestellt, die auf unterschiedliche Reiseinteressen zugeschnitten waren – von Kultur und Natur bis hin zu Gastronomie und Aktivtourismus. Unsere Wahl fiel auf Tour 5, „Ein Fest für Augen und Gaumen“, eine Reise in die Region Thermen und Vulkanland, eines der spannendsten kulinarischen Reiseziele Österreichs.
Eine Welt voller Schokolade inmitten der steirischen Landschaft
Die erste Station war die berühmte Zotter-Schokoladenfabrik in Riegersburg.
Viele Reiseziele bieten Werksbesichtigungen an. Nur wenige machen daraus eine interdisziplinäre Attraktion für alle Altersgruppen. Schon beim Betreten der Anlage wird den Besuchern klar, dass es sich um Schokolade Viel mehr als nur ein Schokoladenhersteller. Das gesamte Erlebnis dreht sich um Geschichtenerzählen, Nachhaltigkeit, Kreativität und sinnliche Entdeckungen. Die Gäste durchlaufen den Produktionsprozess und genießen dabei eine scheinbar endlose Verkostungsreise.
Reihen von Verkostungsstationen laden die Besucher dazu ein, Schokoladen in verschiedenen Produktionsphasen zu probieren. Die Auswahl reicht von klassischen Sorten wie Zartbitter und Milchschokolade bis hin zu überraschend gewagten Geschmackskombinationen. Jede Ecke lädt zum Entdecken ein, und jede Verkostung erzählt eine Geschichte über die Zutaten, die Handwerkskunst und die Innovation. Besonders beeindruckend ist das Engagement des Unternehmens für ethische Beschaffung und umweltfreundliche Produktion. Nachhaltigkeit wird nicht als Marketinginstrument präsentiert, sondern als integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie.
Für Tourismusfachleute verkörpert Zotter genau die Art von Attraktion, die moderne Reisende zunehmend suchen: authentische, lehrreiche, nachhaltige und äußerst fesselnde Erlebnisse, die auf alle Altersgruppen zugeschnitten sind. Der Besuch verdeutlichte zudem einen wachsenden Trend im österreichischen Tourismus: die Wandlung lokaler Produzenten zu touristischen Attraktionen, die zu eigenständigen Reisezielen werden können.
Exzellenz destilliert: David Gölles und seine Oase
Während Zotter seine Kreativität mit Schokolade unter Beweis stellte, zeigte die nächste Station, wie handwerkliches Können Spirituosen zu einem kulturellen Erlebnis machen kann.
Im Reich des Whiskys, Gins und Rums David Gölles, Die Besucher erhalten einen Einblick in eine der renommiertesten Premium-Brennereien Österreichs. Eingebettet in die sanften Hügel der Oststeiermark verbindet die Anlage modernes Design mit tiefem Respekt vor traditionellen Herstellungsmethoden. Die Führung bot einen faszinierenden Einblick in den Produktionsprozess, von der Auswahl der Zutaten über die Gärung bis hin zur Destillation und Fassreifung. Besonders hervorzuheben waren die Liebe zum Detail und die Leidenschaft, die hinter jedem Produkt stecken. Bei der Verkostung konnten die Teilnehmer die Vielfalt der vor Ort hergestellten Aromen und Stilrichtungen genießen. Während Whisky nach wie vor das Flaggschiffprodukt ist, zeugten auch die Gin- und Rum-Kollektionen von außergewöhnlicher Qualität.
Vor allem aber hat diese Erfahrung gezeigt, wie sich der österreichische Tourismus über die Grenzen des traditionellen Sightseeings hinaus weiterentwickelt. Besucher suchen zunehmend nach bereichernden Begegnungen mit Erzeugern, Handwerkern und lokalen Gemeinschaften. Attraktionen wie die Brennerei von David Gölles bieten genau das – und das mit großem Erfolg.
Vernetzung oberhalb von Graz
Nach ihrer Rückkehr nach Graz am Abend trafen sich die Teilnehmer auf dem Gipfel des berühmten Schlossbergs zu einer Networking-Veranstaltung mit Blick über die Stadt. Unsere Bewertung: 10/10!
Als die Sonne langsam hinter den roten Dächern und Kirchtürmen unterging, spiegelte die Atmosphäre perfekt den Zweck der Studienreise wider: den Aufbau von Verbindungen zwischen Reisezielen, Anbietern, Tourismusgemeinden und internationalen Tourismusexperten. Das Abendessen im Restaurant „Schlossberg“ stand ganz im Zeichen der regionalen Küche und der lokalen Gastfreundschaft und bot zugleich wertvolle Gelegenheiten für Gespräche über Produktentwicklung, Partnerschaften und zukünftige Zusammenarbeit. Diese Gelegenheiten zum Networking gehören oft zu den wertvollsten Aspekten einer Studienreise und verwandeln eine Reihe von Besichtigungen vor Ort in sinnvolle Geschäftsmöglichkeiten. Wir freuen uns darauf, Ihnen unsere neuen Partner vorzustellen – bleiben Sie also auf dem Laufenden!
Österreich mit dem Zug: Ein Vorzeigebeispiel für nachhaltige Mobilität
Der zweite Tag begann mit einem geführten Rundgang durch die Grazer Altstadt, bevor die Teilnehmer in den Railjet-Zug einstiegen. RJ754 das verwaltet wird Österreichische Bundesbahnen. Für viele Teilnehmer wurde die Zugfahrt selbst zu einem der Höhepunkte der Reise.
Österreich gilt seit langem als einer der europäischen Vorreiter im Schienenverkehr, und diese Fahrt hat gezeigt, warum. Die Fahrt durch den neu eröffneten Tunnel Koralle, Der sechstlängste Eisenbahntunnel der Welt bietet einen Einblick in die Zukunft der nachhaltigen Mobilität in Mitteleuropa. Der 33 Kilometer lange Tunnel hat die Fahrzeiten zwischen der Steiermark und Kärnten drastisch verkürzt und damit die wirtschaftlichen und touristischen Verbindungen zwischen den beiden Regionen gestärkt.
Bequeme Sitze, effizienter Service, Verpflegung an Bord und spektakuläre Landschaften sorgten gemeinsam für ein angenehmes Reiseerlebnis. Vor allem aber zeigte die Bahnverbindung, wie Reiseziele nachhaltiges Reisen fördern können, ohne dabei Abstriche bei Komfort oder Bequemlichkeit zu machen. Für die Tourismusbranche eröffnet diese verbesserte Erreichbarkeit erhebliche Möglichkeiten für regionenübergreifende Reiserouten, die es Besuchern ermöglichen, Stadterlebnisse, Gastronomie und einen Ausflug ins Grüne in einer einzigen Reise zu kombinieren.
Kärnten!
Weniger als neunzig Minuten nach unserer Abfahrt aus Graz kamen wir in Villach an, einem der wichtigsten Tourismuszentren Südösterreichs.
Villach liegt nahe der Grenze zu Italien und Slowenien und profitiert seit jeher von seiner strategisch günstigen Lage. Die entspannte Atmosphäre der Stadt, die reizvolle Altstadt und die Nähe zu einigen der schönsten Seen Österreichs machen sie zu einem idealen Ausgangspunkt, um Kärnten zu erkunden. Nach dem Check-in im Voco Hotel Villach brachen die Teilnehmer erneut zu thematischen Ausflügen auf. Unsere Wahl fiel auf Ausflug 1: Das Kärntner Seen-Erlebnis in der Region Wörthersee-Rosental.
Der Zauber des Wörthersees
Seltene Fotos fangen die Farbenpracht des Wörthersees wirklich ein. Der See, der für sein außergewöhnlich klares Wasser und seinen unverwechselbaren türkisfarbenen Schimmer bekannt ist, gehört nach wie vor zu den beliebtesten Sommerreisezielen Österreichs. Ihn jedoch mit eigenen Augen zu sehen, ist ein ganz anderes Erlebnis.
Der Ausflug führte zu verschiedenen Orten rund um den See und zeigte die Mischung aus natürlicher Schönheit, gut ausgebauter touristischer Infrastruktur und entspannter Lebensart, die diese Gegend auszeichnet. Elegante Uferpromenaden, gepflegte öffentliche Anlagen, Cafés am Seeufer und historische Villen schaffen eine Atmosphäre, die trotz ihrer festen Verwurzelung in Österreich einen unverkennbar mediterranen Charakter versprüht. Eine Bootsfahrt auf dem See bot eine andere Perspektive und offenbarte die dramatische Bergkulisse, die die Region umrahmt. Das ruhige Wasser, das warme Wetter und die malerische Umgebung machten deutlich, warum der Wörthersee nach wie vor Besucher aus ganz Europa anzieht.
Viele Teilnehmer waren von der Ausgewogenheit zwischen Entwicklung und Naturschutz beeindruckt. Obwohl die Region über eine hervorragende touristische Infrastruktur verfügt, hat sie sich dennoch ein starkes Gefühl von Authentizität und Umweltbewusstsein bewahrt.
Die Entdeckung des Rosental-Tals
Der Ausflug führte die Teilnehmer zudem ins Rosental, eine Region, die eine ruhigere, traditionellere Seite Kärntens zeigt. Hier ist der Tourismus eng mit der lokalen Kultur, der Landwirtschaft und der Freizeitgestaltung in der Natur verbunden. Die Landschaft aus sanften Wiesen, Wäldern und Bergpanoramen bietet unzählige Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und für „Slow Travel“-Erlebnisse. .
Für internationale Reiseveranstalter stellt die Kombination aus Wörthersee und Rosental ein außerordentlich vermarktungsstarkes Produkt dar. Reisende können hier lebhafte Ferienorte am See und authentische ländliche Erlebnisse genießen, die nicht weit voneinander entfernt liegen.
Abend am Ossiacher See
Der Tag klang mit einer Networking-Veranstaltung und einem Abendessen im CMA Stift Ossiach aus, das wunderschön am Ufer des Ossiacher Sees liegt.
Die historische Kulisse bot einen unvergesslichen Rahmen für Gespräche mit Tourismuspartnern und Vertretern der Reiseziele. Als das Tageslicht über dem See langsam schwand, blickten die Teilnehmer auf ein Programm zurück, das die Bandbreite und Qualität des touristischen Angebots Kärntens erfolgreich präsentiert hatte. Der Abend bestätigte einmal mehr die zentrale Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Studienreise zog: Österreich zeichnet sich dadurch aus, dass es eine erstklassige touristische Infrastruktur mit authentischen lokalen Erlebnissen verbindet.
Villach: Ein perfekter Abschied
Am letzten Morgen bildete ein geführter Spaziergang durch die Villacher Altstadt einen passenden Abschluss der Reise.
Die Stadt verkörpert viele der Eigenschaften, die den Süden Österreichs auszeichnen: Gastfreundschaft, eine reiche Geschichte und eine Lebensart, die durch ihre einzigartige Lage zwischen alpinen und adriatischen Einflüssen geprägt ist. Farbenfrohe Fassaden, belebte Plätze und fußgängerfreundliche Straßen schaffen eine einladende Atmosphäre, während die umliegenden Seen und Berge dafür sorgen, dass die Natur nie weit entfernt ist.
Mehr als nur eine Studienreise
Rückblickend hat die Sendung weit mehr erreicht, als nur Sehenswürdigkeiten zu präsentieren.
Es hat sich gezeigt, wie das moderne Österreich erfolgreich auf die sich ständig weiterentwickelnden Reisetrends reagiert. Nachhaltigkeit, Erlebnistourismus, Gastronomie, Wellness, authentische Begegnungen mit Einheimischen und ein effizientes öffentliches Verkehrsnetz sind nicht mehr separate Angebote, sondern miteinander verknüpfte Elemente eines stimmigen Besuchererlebnisses. Die Kombination aus Graz, Thermen & Vulkanland, Villach, Wörthersee und Rosental bietet ein außergewöhnliches Potenzial für internationale Reisende, die mehr als die üblichen Sehenswürdigkeiten suchen.
Sie spielten eine ebenso wichtige Rolle. Österreichische Bundesbahnen sowie Österreichs hervorragende Eisenbahninfrastruktur. Die Möglichkeit, schnell, bequem und nachhaltig zwischen den Regionen zu reisen, verbessert das Besuchererlebnis erheblich und eröffnet Möglichkeiten für Reiserouten mit mehreren Zielen, die in der Vergangenheit deutlich schwieriger zu realisieren gewesen wären.
Für Tourismusfachleute bot die Studienreise wertvolle Produktkenntnisse und unzählige Ideen für zukünftige Reiserouten. Den Teilnehmern bot sie jedoch etwas noch Unvergesslicheres: die Erinnerung daran, dass einige der preiswertesten Reiseerlebnisse Europas abseits der üblichen Touristenpfade noch darauf warten, entdeckt zu werden.
Südösterreich mag zwar nicht immer die Titelseiten der Reisemedien dominieren, doch nach drei Tagen voller außergewöhnlicher Gastfreundschaft, unglaublicher Gaumenfreuden, inspirierender Landschaften und bereichernder Begegnungen ist klar, dass diese Region weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient, als ihr derzeit zuteilwird.