
Der WTTC schlägt sieben Grundsätze für ein besseres Management von Reisezielen vor
Der neue Rahmen des World Travel and Tourism Council verlagert den Schwerpunkt von der Zahl der Ankünfte auf die Zufriedenheit der Einwohner, die Widerstandsfähigkeit der Reiseziele und eine gerechtere Verteilung der Vorteile des Tourismus.
Der World Travel & Tourism Council (WTTC) hat sieben Grundsätze vorgestellt, die Reisezielen dabei helfen sollen, das Wachstum im Tourismus zu steuern. Das Dokument Verantwortungsvoller Umgang mit Reisezielen: Wertschöpfung für alle Es richtet sich an staatliche Einrichtungen, Destinationsmanagement-Organisationen und die Privatwirtschaft.
Die Kernaussage lautet nicht, das Wachstum des Tourismus zu bremsen, sondern es gezielter zu lenken. Anstatt den Erfolg ausschließlich an der Zahl der Ankünfte und Übernachtungen zu messen, Reiseziele sollten die Zufriedenheit der Einwohner erfassen., die Qualität des Besuchererlebnisses und den Beitrag, den der Tourismus zur lokalen Wirtschaft leistet.
Die lokale Gemeinschaft wird zum Maßstab für den Erfolg.
Der WTTC ist der Ansicht, dass die Tourismusplanung den öffentlichen Sektor, die lokalen Gemeinden und Tourismusunternehmen einbeziehen muss. Entscheidungen sollten auf qualitativ hochwertigeren Daten basieren und nicht nur auf jährlichen Besucherstatistiken.
Zu den vorgeschlagenen Grundsätzen gehören eine gemeinsame Planung, die rechtzeitige Vorbereitung auf steigende Nachfrage sowie die Verteilung der Besucher auf eine größere Anzahl von Orten und Zeiträumen über das ganze Jahr hinweg. Darüber hinaus sollten ein Teil der durch den Tourismus erzielten Einnahmen in die Gemeinden reinvestiert werden, die dem größten Druck ausgesetzt sind.
Ein solcher Ansatz erfordert auch eine Umstellung seitens der Tourismusunternehmen. Hotels, Verkehrsunternehmen, Reiseveranstalter und Plattformen Ich kann das Destinationsmanagement nicht mehr als eine Aufgabe betrachten, die ausschließlich den Kommunalbehörden obliegt.
Dubrovnik als Beispiel für das Druckmanagement
In dem Dokument werden Städte aufgeführt, die bereits einige der vorgeschlagenen Lösungen umsetzen. Madrid entwickelt ein Modell, bei dem Wert, eine ausgewogenere Nachfrage und die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor im Vordergrund stehen.
Dubrovnik Es wurde eingeführt, um die Ankunft von Kreuzfahrtschiffen zu steuern. Das Ziel bestand nicht darin, den Tourismus einzuschränken, sondern die Besucher besser zu verteilen und die gleichzeitige Belastung des historischen Stadtkerns zu verringern.
Der WTTC führt auch New York als Beispiel an, wo die Förderung von Angeboten jenseits der meistbesuchten Gebiete dazu führt, dass sich die touristischen Ausgaben auf eine größere Anzahl von Stadtbezirken verteilen. Die Balearen zeigen, wie Tourismuseinnahmen wieder in die lokale Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen fließen können.
Daten müssen zu schnelleren Entscheidungen führen.
In Zeiten mit besonders hoher Nachfrage empfiehlt der WTTC, die Einstellung der Einwohner zu beobachten, kritische Punkte zu erfassen, die Kommunikation mit der lokalen Bevölkerung zu verbessern und weniger bekannte Orte bekannt zu machen.
Dies ist besonders relevant, da der Tourismus im Jahr 2025 11,6 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft beitrug. Zudem sicherte er 366 Millionen Arbeitsplätze.
Für Reiseziele wie Dubrovnik besteht die größte Herausforderung nicht mehr darin, jeden weiteren Gast anzuziehen. Vielmehr geht es darum, die bestehende Nachfrage so umzuwandeln, dass sie den Einwohnern, den Unternehmen und den öffentlichen Räumen einen größeren Nutzen bringt.