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Neun Schengen-Staaten erhalten mehr Flexibilität beim EES

Neun Schengen-Staaten erhalten mehr Flexibilität beim EES

Neun Schengen-Staaten könnten weiterhin flexiblere Regelungen anwenden. Ein- und Ausfahrtssystem (EES) an bestimmten Grenzübergängen, nachdem der Sommer von Problemen mit der Ausrüstung, der Kapazität und langen Wartezeiten für Reisende geprägt war.

Britischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei den betreffenden Ländern um Frankreich, Belgien, die Niederlande, Deutschland, Griechenland, Malta, Portugal, Italien und die Schweiz. Die Europäische Kommission hat jedoch weder einen formellen Beschluss noch eine offizielle Liste dieser Staaten veröffentlicht.

Brüssel spricht von einer Anpassung, nicht von einer erneuten Verschiebung der EES

Anfang September bestätigte die Kommission, dass sie mit einer kleinen Anzahl von Mitgliedstaaten in Kontakt stehe, bei denen an bestimmten Grenzübergängen zusätzliche operative Anpassungen erforderlich seien. Den Mitgliedstaaten wurde zudem weitere Hilfe angeboten, einschließlich einer möglichen Unterstützung durch Frontex, wobei davon ausgegangen wird, dass die noch offenen Fragen bis Ende 2026 gelöst sein werden.

Dies bedeutet nicht, dass das EES zurückgezogen oder ausgesetzt wurde. Das System ist nach einer schrittweisen Einführung, die am 12. Oktober 2025 begann, ab dem 10. April 2026 offiziell voll funktionsfähig. Das EES erfasst elektronisch die Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen, die zu einem Kurzaufenthalt einreisen, und speichert dabei biometrische Daten wie Gesichtsbilder und Fingerabdrücke.

Die Fluggesellschaften bitten um mehr Zeit

Das Problem ist in erster Linie operativer Natur. ACI Europe, A4E und IATA warnen bereits seit Monaten vor einem Mangel an Grenzpersonal, Problemen mit automatisierten Systemen und deutlich längeren Wartezeiten. Im Laufe des Sommers berichtete ACI Europe, dass die Wartezeiten an einigen Standorten bis zu fünf Stunden betrugen.

Nach Ablauf der derzeitigen vorübergehenden Lockerung der EES-Verfahren am 6. September beantragte Ryanair, diese Flexibilität mindestens bis April 2027 zu verlängern.

Kroatien gehört derzeit nicht zu den neun aufgeführten Ländern.

Kroatien und Slowenien Sie stehen nicht auf der Liste der neun Staaten, die von den Medien genannt wurden. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Erlebnis für die Reisenden an allen Außengrenzen des Schengen-Raums gleich sein wird.

Das EES tritt somit in eine Phase ein, in der es formal zwar ein einheitliches europäisches System gibt, dessen praktische Umsetzung jedoch von Flughafen zu Flughafen noch erheblich variieren kann. Für die Branche ist es daher zu einem wichtigen Bestandteil der Reiseplanung geworden, bestimmte Einreisestellen und die Bearbeitungszeiten an den Grenzen im Blick zu behalten.

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