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Tragento-Bericht: Der Arabian Travel Market 2026 wird in Dubai eröffnet

Tragento-Bericht: Der Arabian Travel Market 2026 wird in Dubai eröffnet

Der Arabian Travel Market hat heute im Dubai World Trade Centre seine 33. Ausgabe eröffnet. Die diesjährige ATM findet nach monatelangen regionalen Turbulenzen und zwei Terminverschiebungen unter deutlich anderen Umständen statt als die rekordverdächtige Ausgabe von 2025. Die Messe wirkt etwas kompakter, doch gerade deshalb kommt ihrer Durchführung für den Tourismusmarkt im Nahen Osten eine umso größere Bedeutung zu.

Der Arabian Travel Market (ATM) bringt vom 14. bis 17. September erneut Tourismusverbände, Fluggesellschaften, Hotelketten, DMCs, TMCs, Einkäufer und Technologieunternehmen aus aller Welt zusammen. Das Thema der diesjährigen Ausgabe lautet „Reisen 2040: Mit Innovation und Technologie neue Horizonte erschließen“, und ein großer Teil des Programms widmet sich den Themen künstliche Intelligenz, digitale Transformation, neue Vertriebsmodelle und die Widerstandsfähigkeit der Tourismusbranche.

ATM sieht dieses Jahr anders aus als es im Jahr 2025 aussehen wird.

Schon vom ersten Tag an fällt auf, dass der diesjährigen Ausgabe jene Pracht fehlt, die die ATM in ihren Rekordjahren auszeichnete. Die Ausstellungsfläche wirkt kompakter, und diese Entwicklung lässt sich kaum losgelöst von den Ereignissen betrachten, die die gesamte Region in den letzten Monaten geprägt haben.

Im Vergleich dazu versammelte die ATM 2025 mehr als 55.000 Fachbesucher aus 166 Ländern und über 2.800 ausstellende Unternehmen. Die Besucherzahlen stiegen damals im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent, und die Veranstalter bezeichneten die Veranstaltung als die größte Ausgabe in der Geschichte der ATM.

Für das Jahr 2026 hat der Veranstalter noch keine endgültigen Vergleichszahlen zur Gesamtzahl der Aussteller und Besucher veröffentlicht. Das offizielle Online-Verzeichnis kurz vor der Messe listete rund 1.400 Ausstellerprofile auf, doch diese Zahl ist nicht direkt mit den offiziellen Endstatistiken für 2025 vergleichbar. Daher wäre es verfrüht, von einem konkreten prozentualen Rückgang zu sprechen.

Der Eindruck einer geringeren Auflage kommt jedoch nicht unerwartet.

Zwei Wechsel in der Besetzung hinterließen ihre Spuren

Die ATM 2026 sollte ursprünglich vom 4. bis 7. Mai stattfinden. Aufgrund des regionalen Konflikts hatten die Veranstalter die Veranstaltung zunächst auf August verschoben und dabei die Sicherheit der Teilnehmer als oberste Priorität angegeben. Nach weiteren Absprachen mit Ausstellern und Partnern wurde der Termin erneut geändert, diesmal auf den 14. bis 17. September.

Eine Terminänderung bei einer großen internationalen Fachmesse hat immer Konsequenzen. Unternehmen planen Budgets, Messestände, Dienstreisen ihrer Mitarbeiter und Kundentermine bereits Monate im Voraus. Wenn der Termin zweimal verschoben wird, ist realistisch anzunehmen, dass einige Aussteller und Besucher ihre Termine nicht mehr umplanen können.

Genau aus diesem Grund sollte die diesjährige ATM in einem etwas anderen Kontext betrachtet werden. Nach einer Phase, in der regionale Spannungen den Flugverkehr, das Geschäftsreisegeschäft und den Kalender der Großveranstaltungen am Golf beeinträchtigten, sendet die Rückkehr einer der wichtigsten Tourismusmessen der Region nach Dubai an sich schon ein Signal der Stabilisierung. Im September nahm Dubai nach den Unterbrechungen zu Beginn des Jahres seinen intensiven Kalender mit bedeutenden Wirtschaftsveranstaltungen wieder auf.

Mit anderen Worten: Die ATM 2026 mag zwar keine Rekordausgabe sein, doch die diesjährigen Zahlen sind wahrscheinlich nicht das beste Kriterium, um ihren Erfolg zu beurteilen.

„Travel Tech“ wird zu einer eigenständigen Veranstaltung.

Die größte inhaltliche Veränderung betrifft den Technologiebereich. Die ATM Travel Tech findet erstmals als eigenständige, parallel stattfindende Veranstaltung statt, mit mehr als 180 Ausstellern aus 30 Ländern, die sich auf zwei Hallen verteilen.

Im Mittelpunkt steht der rund 850 Quadratmeter große „Tech & Innovation Hub“, der sich den Themen künstliche Intelligenz, VR und AR, Robotik, Fintech und grüne Technologien widmet. Auf der „Future Stage“ treten Vertreter von Unternehmen wie Sabre, Trip.com, TripAdvisor, Wego, MakeMyTrip, RateGain und Visa auf.

Das sagt viel darüber aus, in welche Richtung sich die ATM selbst entwickelt. Technologie ist nicht mehr nur eine Ergänzung zur traditionellen Reisemesse, sondern einer ihrer wichtigsten Geschäftsbereiche. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen insbesondere agentenbasierte KI-Lösungen, die Zukunft der Online-Reisebüros, die digitale Produktsuche und Veränderungen in der Vertriebskette.

Für Reisebüros, TMCs, Fluggesellschaften und Hotels sind dies Themen, die bereits von der Experimentierphase hin zu konkreten Geschäftsentscheidungen übergehen.

Weniger Mitarbeiter bedeuten nicht automatisch weniger Arbeit.

Aussteller und Einkäufer werden gespannt sein, ob eine etwas kleinere, kompaktere ATM zu qualitativ hochwertigeren Geschäftstreffen führen wird. In den letzten Jahren haben große Messen oft versucht, die Besucherzahlen zu steigern, während Aussteller in der Praxis eher daran interessiert sind, wie viele relevante Einkäufer sie im Laufe weniger Tage treffen können.

Die diesjährige Ausgabe nimmt daher eine etwas paradoxe Stellung ein. Zwar mag sie in physischer Hinsicht weniger beeindruckend erscheinen als die rekordverdächtige ATM 2025, doch findet sie zu einer Zeit statt, in der die Branche im Nahen Osten genau das braucht, was große B2B-Messen am besten können: Partner wieder an einen Tisch bringen, Kontakte auffrischen und dem internationalen Markt zeigen, dass das Geschäft weiterläuft.

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Stipan Spaija

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Stipan Spaija – Gründer und Herausgeber von Tragento.com

Stipan Spaija ist Gründer und Herausgeber von Tragenta, dem größten Tourismusportal der Region. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Tourismusbranche, wobei sein Schwerpunkt auf der Luftfahrtindustrie, Reisetechnologie und dem Vertrieb liegt.