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Neue Finanzspritze für den kontinentalen Tourismus in Kroatien: 8,6 Millionen Euro für lokale Projekte bereitgestellt

Neue Finanzspritze für den kontinentalen Tourismus in Kroatien: 8,6 Millionen Euro für lokale Projekte bereitgestellt

Die Regierung und die kroatische Tourismusbehörde setzen ihre Strategie zur Entlastung des Tourismusverkehrs durch direkte Investitionen in die Infrastruktur und die Förderung weniger erschlossener Gebiete fort.

Die gestrige Auftragsvergabe in Zagreb markierte den Beginn eines neuen Investitionszyklus für das kroatische Festland und das Hinterland an der Küste. Das Ministerium für Tourismus und Sport hat in Zusammenarbeit mit dem Kroatischen Fremdenverkehrsamt die Finanzierung von insgesamt 274 Projekten genehmigt, die darauf abzielen, die Adria-Küste zu entlasten und die Saison auf das ganze Jahr auszudehnen. Die Gesamtsumme von 8,6 Millionen Euro, die aus dem Fonds für weniger entwickelte Tourismusgebiete bereitgestellt wird, ist ein klares Signal dafür, dass der Staat seine Politik der ausgewogenen Entwicklung nicht aufgibt.

Obwohl an der Küste oft von Tourismusrekorden die Rede ist, bleiben Nachhaltigkeit und die Verteilung der Gäste die zentralen Herausforderungen für die inländische Reisebranche. Minister Tonči Glavina und HTZ-Direktor Kristjan Staničić überreichten den Vertretern der regionalen Gemeinden die Verträge und betonten, dass diese Mittel dazu dienen sollen, authentische Erlebnisse zu schaffen, die Besucher auch über die Sommermonate hinaus anziehen werden.

Ausgewogenheit zwischen regionalen und lokalen Initiativen

Interessant ist die strenge Aufteilung der Mittel im Rahmen dieser Ausschreibung. Die Gesamtmittel werden präzise in zwei gleiche Teile aufgeteilt: 4,3 Millionen Euro fließen in 45 strategische Projekte auf regionaler Ebene, während der gleiche Betrag für 229 kleinere, lokale Initiativen vorgesehen ist. Dieser Ansatz deutet auf den Versuch hin, große Destinationskampagnen mit konkreten “Mikro”-Projekten auszugleichen, die sich direkt auf das Angebot in kleinen Gemeinden auswirken.

Für Reisebüros und DMC-Unternehmen bietet sich hier die Gelegenheit, neue Reiserouten zu entwickeln. Durch die Konzentration auf weniger erschlossene Gebiete werden neue, besser positionierte Angebote auf den Markt kommen, die eine Alternative zu den überlaufenen Reisezielen an der Küste darstellen.

Foto: HTZ

Kontinuität als Grundlage des strategischen Managements

Diese Finanzierungsrunde ist kein Einzelfall, sondern Teil eines umfassenderen Plans, der seit 2021 umgesetzt wird. Bislang wurden über ähnliche Fonds mehr als 51 Millionen Euro in den heimischen Tourismus fließen. Die Ergebnisse zeigen sich bereits in der verbesserten Qualität der Unterkünfte und dem zusätzlichen Angebot im kroatischen Hinterland, doch die Branche steht noch vor der Aufgabe, diese Mittel in konkrete Besucherzahlen und Übernachtungen umzuwandeln.

Der Prozess, der Ende letzten Jahres mit Beschlüssen des HTZ-Tourismusverbands begann, geht nun in die Umsetzungsphase über. Für Fachleute aus der Branche bedeutet dies, dass sie in den kommenden Monaten eine Intensivierung der Marketingmaßnahmen und den Ausbau der kommunalen Infrastruktur an touristischen Standorten erleben werden, die bis gestern noch am Rande der Haupttouristenströme lagen.

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Stipan Spaija

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Stipan Spaija – Gründer und Herausgeber von Tragento.com

Stipan Spaija ist Gründer und Herausgeber von Tragent, einem B2B-Portal für Fachleute aus der Tourismusbranche. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Tourismus, mit den Schwerpunkten Luftfahrtbranche, Reisetechnologie und Vertrieb.