
Für 27,5 Prozent der Europäer ist eine Woche Urlaub unerschwinglich.
Neu Eurostat-Daten Sie zeigen eine eklatante Kluft bei der Verfügbarkeit von Urlaubsreisen innerhalb der Europäischen Union. Das Problem ist besonders akut in Südost- und Mitteleuropa, wo sich vier Länder befinden, in denen der Anteil der Bürger, die sich eine Woche Urlaub nicht leisten können, am höchsten ist.
Ein Anstieg im Tourismus bedeutet nicht zwangsläufig, dass Reisen leichter zugänglich werden.
Im Jahr 2025 hatten 27,5 Prozent der Bevölkerung der Europäischen Union im Alter von 16 Jahren und älter nicht genug Geld für einen siebentägigen Urlaub außerhalb ihres Wohnorts. Der Anteil stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte.
Dennoch sind langfristige Fortschritte zu verzeichnen. Vor zehn Jahren lag der Anteil der Bürger, die sich einen solchen Urlaub nicht leisten konnten, um 7,7 Prozentpunkte höher.
Der Indikator bezieht sich nicht ausschließlich auf Auslandsreisen. Er bezieht sich auf die Fähigkeit, einen einwöchigen Aufenthalt außerhalb des Wohnorts zu finanzieren, und umfasst somit auch Inlandsreisen.
Rumänien, Griechenland, Bulgarien und Ungarn an der Spitze
Der regionale Kontext ist besonders wichtig. Der höchste Anteil wurde in Rumänien verzeichnet, wo sich 61,4 Prozent der Bevölkerung keinen einwöchigen Urlaub leisten können. Es folgt Griechenland mit 46,6 Prozent.
In Bulgarien und Ungarn liegt dieser Anteil bei 39,1 Prozent. Alle vier Länder liegen deutlich über dem EU-Durchschnitt, was zeigt, dass die Erschwinglichkeit von Reisen in diesem Teil Europas nach wie vor eine große Herausforderung darstellt.
Slowenien und Kroatien gehören in der Eurostat-Veröffentlichung nicht zu den Ländern mit den höchsten Anteilen. Dennoch sind die Daten für die Tourismusbranche beider Länder von Bedeutung, da ein großer Teil ihrer Auslandsnachfrage aus Mittel- und Südosteuropa stammt.
Am anderen Ende der Skala liegen Luxemburg mit 10,6 Prozent, Schweden mit 12,4 Prozent und die Niederlande mit 12,8 Prozent.
Was bedeuten diese Daten für den regionalen Tourismus?
Für Reisebüros, Hotels und Verkehrsunternehmen in der Region ist dies ein deutliches Signal dafür, dass steigende Preise die Inlandsnachfrage dämpfen könnten. Besonders betroffen könnten Familienurlaube, längere Aufenthalte und Reisen in der Hochsaison sein.
Gleichzeitig gibt es zunehmend Möglichkeiten für kürzere Aufenthalte, Ratenzahlungen, Reisen außerhalb der Hochsaison und Angebote mit klar kalkulierbaren Gesamtkosten. Dies ist besonders wichtig für Kroatien, wo hohe Saisonpreise dazu führen können, dass Gäste aus den Nachbarländern noch stärker abgeschreckt werden.
Europäischer Tourismus Die Besucherzahlen sind weiterhin hoch, doch die Daten bestätigen, dass die Anzahl der Ankünfte nicht der einzige Maßstab für die Gesundheit des Marktes ist. Für einen Großteil der Bevölkerung der Region hängt der Jahresurlaub nach wie vor eher vom verfügbaren Einkommen ab als allein vom Wunsch zu reisen.