
Streik bei easyJet in Frankreich führt zur Streichung von rund 100 Flügen; weitere Beeinträchtigungen bis zum 2. September möglich
Zweitägiger Streik des Kabinenpersonals easyJet Dies führte mitten in einem der verkehrsreichsten Sommerwochenenden zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Konflikt ist jedoch noch nicht beendet: Die aktuellen Streikregelungen sehen weitere Arbeitskampfmaßnahmen vor, die mit einer Frist von nur 48 Stunden angekündigt werden können.
Am 15. und 16. August wurden rund 100 easyJet-Flüge von französischen Flughäfen aufgrund eines Streiks des Kabinenpersonals gestrichen. Die Beeinträchtigungen trafen den Flugbetrieb der Fluggesellschaft in Frankreich gerade zu einem Zeitpunkt, als die Nachfrage im Sommer ihren Höhepunkt erreichte.
Für Reisende sowie für Reisebüros und TMCs ist es jedoch wichtiger, dass sich das Problem nicht auf ein einziges Wochenende beschränken muss. Die Streikankündigung gilt vom 7. August bis zum 2. September, und die Gewerkschaften können mit einer Vorankündigung von 48 Stunden neue Streiktage festlegen.
Bei dem Streit geht es nicht in erster Linie um die Bezahlung.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Dienstpläne und deren Vorhersehbarkeit. Die Gewerkschaften SNPNC-FO, UNAC-CFE-CGC und UNPNC-CFDT warnen seit langem vor häufigen Dienstplanänderungen, übermäßigen Schichtwechseln und der zunehmenden Ermüdung des Kabinenpersonals.
easyJet gibt an, Anpassungen vorgeschlagen zu haben, mit denen einige der Bedenken der Mitarbeiter ausgeräumt werden sollen, und geht davon aus, dass die Verhandlungen im September wieder aufgenommen werden. Die Fluggesellschaft hatte zuvor erklärt, sie werde den betroffenen Passagieren Optionen wie kostenlose Umbuchungen und Rückerstattungen anbieten.
Die Unsicherheit ist ein größeres Problem als die Anzahl der gestrichenen Flüge an sich.
Für die Tourismusbranche ist eine solche Verzögerung besonders ungünstig, da sie die operative Planung erschwert. Reisebüros und TMCs können relativ schnell auf eine im Voraus bekannte Stornierung reagieren, doch eine Vorankündigung von nur 48 Stunden lässt wenig Spielraum für alternative Flüge, insbesondere Ende August, wenn die Verfügbarkeit auf europäischen Strecken noch begrenzt ist.
Zudem lösen Flugausfälle oft eine ganze Kette von Änderungen aus – von Transfers und Hotelbuchungen bis hin zu Anschlussflügen und anderen Dienstleistungen am Reiseziel.
Die Gewerkschaften geben vorerst nicht auf.
Nach dem Streik am Wochenende gab die SNPNC-FO am 18. August bekannt, dass das Treffen mit der Unternehmensleitung keine neuen Abhilfemaßnahmen ergeben habe und dass die Gewerkschaften nun über ihre nächsten Schritte beraten. Das bedeutet, dass bis zum Ablauf der Streikankündigung weiterhin die Gefahr weiterer Betriebsstörungen besteht.