Der maritime Tourismus an der Adria steht vor einem neuen Investitionszyklus!
Die Häfen an der Adria verzeichnen in diesem Jahr eine stetige Erholung und ein Wachstum des Verkehrsaufkommens, doch die Region steht nach wie vor vor infrastrukturellen und regulatorischen Herausforderungen. Im Vergleich zu den übrigen Regionen verläuft diese Entwicklung langsamer. Mittelmeerraum. Laut dem jüngsten Tourismusbericht zur Adria, den das Beratungsunternehmen Risposte Turismo bei auf dem Adria-Forum in Venedig, Rundreisen, Fährverbindungen und der Schifffahrtssektor verzeichnen positive Entwicklungen. Diese Entwicklungen werden durch einen starken Investitionszyklus vorangetrieben.
Konkret sollen zwischen 2027 und 2030 mehr als 843 Millionen Euro in die Hafen- und maritime Infrastruktur an der Adria investiert werden. Dies zeigt deutlich, in welche Richtung sich die Region entwickelt.
Die Kreuzfahrtschiffe kehren zurück, doch das Verkehrsmuster ändert sich.
Prognosen für das Jahr 2026 gehen von rund 5,7 Millionen Kreuzfahrtpassagieren aus, was einem Anstieg von 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Obwohl die Zahl der Anläufe einen Rekordwert von 4.000 erreichen dürfte, bleibt die Gesamtzahl der Passagiere weiterhin hinter den historischen Zahlen von 2019 zurück. Interessanterweise ist die Adria die einzige Region im Mittelmeerraum, die im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie einen Rückgang des Verkehrsaufkommens verzeichnet. Dies ist hauptsächlich auf lokale Vorschriften und die Unmöglichkeit zurückzuführen, Megaschiffe aufzunehmen. Folglich dominieren nun kleinere und mittelgroße Schiffe den Verkehrsmix, während die Heimathäfen an Anteil verlieren.
Italien liegt mit mehr als 2,1 Millionen Kreuzfahrtgästen an der Spitze, während Kroatien mit voraussichtlich 1,61 Millionen Passagieren den zweiten Platz fest hält. In der Hafenrangliste liegt Korfu an der Spitze und hat erstmals die Marke von einer Million Passagieren überschritten. Es folgen Dubrovnik mit 675.000 und Kotor mit 615.000 Besuchern.
Ferries stabil, Split weiterhin an der Spitze
Der Linienverkehr mit Fähren, Tragflügelbooten und Katamaranen entlang der Küste sowie im internationalen Verkehr verzeichnet weiterhin ein moderates Wachstum. Es wird erwartet, dass bis zum Jahresende 20,6 Millionen Passagiere die adriatischen Häfen passieren werden, was einem Anstieg von 2,1 Prozent entspricht.
In diesem Segment liegen die kroatischen Häfen an der Spitze. Split bleibt mit über 5,2 Millionen Passagieren der unangefochtene Spitzenreiter an der Adria, während Zadar mit 2,7 Millionen den dritten Platz belegt. Dazwischen liegt der griechische Hafen Igoumenitsa.
Ausbau des Streckennetzes und Optimismus im Charterbereich
Der Wassersportsektor zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit und ein stetiges Wachstum des Angebots aus. Derzeit sind an der Adria 347 Yachthäfen und Touristenhäfen erfasst, die insgesamt 81.710 Liegeplätze bieten. Ganze 93 Prozent dieser Kapazitäten befinden sich in Italien und Kroatien.
Anbieter im Bereich der Bootsvermietung (insbesondere im Segel- und Motorbootsegment) berichten von deutlich besseren Erwartungen und einer stabileren Nachfrage im Vergleich zu den Vorjahren. Dies bestätigt, dass der Markt nach einer turbulenten Phase nun in eine Phase der reifen Konsolidierung eingetreten ist.
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