
Untersuchungen zeigen: OTA-Plattformen bieten bei 75%-Suchanfragen günstigere Preise als Hotels
Der halbjährlich erscheinende „World Parity Monitor“-Bericht verdeutlicht das Ausmaß des Preisdrucks auf den Direktvertriebskanal von Hotels.
Laut einem neuen Bericht bietet bei drei von vier Suchanfragen nach Unterkünften mindestens eine OTA (Online-Reisebüro) einen günstigeren Preis als die offizielle Website des Hotels an. H1 World Parity Monitor 2025, das vom Preisvergleichsportal veröffentlicht wurde Vergleiche 123.
Auf der Grundlage einer Analyse der Daten aus den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 zeigt der Bericht, dass Online-Reisebüros (OTAs) in 33,1 % der Fälle die Hotelpreise direkt unterboten, während es den Hotels in 45,1 % der Fälle gelang, die OTA-Angebote preislich zu übertreffen. Nur bei 22,1 % der Suchanfragen lagen die Preise auf dem gleichen Niveau.
Betrachtet man jedoch alle verfügbaren Angebote für denselben Zimmertyp – im Durchschnitt mehr als 20 pro Suche –, ändert sich das Bild noch weiter. In bis zu 75% Fällen bietet mindestens eine Online-Reiseagentur einen günstigeren Preis als die offizielle Website des Hotels.
Mobile Geräte verschärfen diese Ungleichheit noch.
Auf Mobilgeräten ist dieses Problem noch ausgeprägter – OTA bietet in 38% Fällen niedrigere Preise an, während es auf dem Desktop 31% sind. Der Grund? Schnellere Entscheidungsfindung, exklusive Rabatte und eine optimierte Benutzererfahrung machen die mobile Suche für Hotels attraktiver.
Ungleichheiten aufgrund von Kontrollverlust
Roberto Gobo, Leiter der digitalen Strategie bei Valamar, weist darauf hin, dass es häufig zu Unstimmigkeiten kommt, wenn Hotels den Zahlungsprozess nicht selbst kontrollieren.
“Wenn eine OTA eine Transaktion abwickelt, verliert das Hotel den Überblick über den Endpreis”, erklärt Gobo. “Besonders problematisch sind sekundäre OTA-Wiederverkäufer, die schlecht regulierte Vertriebsnetze nutzen, um nicht genehmigte Rabatte anzubieten.”
Frühbucher- und Familienangebote kommen den Hotels zugute.
Trotz des Drucks zeigt der Direktvertrieb in bestimmten Segmenten Stärke – insbesondere bei Frühbuchungen, längeren Aufenthalten und Familienreisen. Die besten Ergebnisse erzielen Hotels, wenn Buchungen sechs bis neun Monate im Voraus getätigt werden.
Jordi Serra, Geschäftsführer von 123Compare.me, sagt:
“Dieser Bericht hilft Hoteliers dabei, besser zu verstehen, wo und wann sie die Kontrolle über ihre Preise verlieren. Es ist wichtig zu wissen, welche OTA-Plattformen, Zeiträume und Zielsegmente die Preisparität am stärksten beeinträchtigen. Mit diesen Erkenntnissen können Hotels ihren Vertrieb intelligenter steuern und ihren Direktvertrieb stärken.”
Quelle: India Outbound