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Online-Buchungen geraten zunehmend ins Visier von Betrügern

Online-Buchungen geraten zunehmend ins Visier von Betrügern

Gefälschte Wohnungen sind nicht mehr das einzige Problem. Betrugsversuche tauchen zunehmend im Rahmen eines scheinbar seriösen Buchungsprozesses auf – von Hotelnachrichten und Zahlungsaufforderungen bis hin zu Seiten für Visa und Reisegenehmigungen.

Der Gast bucht ein Hotel über eine bekannte Plattform, erhält eine Bestätigung und einige Tage später eine Nachricht mit dem genauen Ankunftsdatum und dem Namen der Unterkunft. In der Nachricht wird darauf hingewiesen, dass er seine Kreditkarte erneut bestätigen muss, da die Reservierung andernfalls storniert wird.

Genau dieses Szenario nennt die österreichische Arbeiterkammer als eine der aktuellen Formen von Online-Betrug im Tourismus. Das Problem ist, dass die Nachricht gar nicht mehr verdächtig aussehen muss. Wenn ein Hotelkonto oder die Zugangsdaten eines Mitarbeiters kompromittiert wurden, kann der Angreifer über echte Buchungsdaten verfügen.

Gefälschte Unterkunftsangebote sind nach wie vor die einfachste Falle.

Klassische Betrugsmaschen gibt es nach wie vor. Die Arbeitskammer warnt vor Anzeigen für Wohnungen und Villen, die gar nicht existieren oder in denen Fotos von echten Immobilien ohne Wissen der Eigentümer verwendet werden.

Ein typisches Vorgehen beginnt mit einem Angebot, das deutlich unter dem Marktpreis liegt. Nach der ersten Kontaktaufnahme versucht der Gast, die offizielle Kommunikationskanal der Plattform zu umgehen, meist zugunsten von WhatsApp oder E-Mail. Darauf folgt die Aufforderung, die Anzahlung oder den gesamten Betrag dringend direkt auf ein Bankkonto zu überweisen.

Ein solcher Wechsel des Kommunikationskanals ist besonders riskant, da der Nutzer dadurch den Schutz und das Protokollierungssystem der Plattform verlässt.

ETA- und E-Visum-Vermittler nutzen die Unwissenheit der Reisenden aus

Das zweite Beispiel, auf das Verbraucherorganisationen zunehmend hinweisen, betrifft elektronische Visa und Reisegenehmigungen.

Die britische ETA (Electronic Travel Authorisation) ist eine elektronische Reisegenehmigung für bestimmte Reisende, die in das Vereinigte Königreich einreisen. Das Problem entsteht, wenn private Websites, die offiziell aussehende Regierungsportale optisch nachahmen, in den Suchergebnissen erscheinen.

Solche Vermittler reichen zwar manchmal im Namen des Reisenden einen Antrag ein, verlangen dafür jedoch eine deutlich höhere Gebühr. Ein noch größeres Risiko besteht darin, Ihre Passnummer, Ihr Geburtsdatum und Ihre Kartendaten an ein nicht überprüftes Unternehmen weiterzugeben.

Plattformen können das gesamte Risiko nicht mehr auf den Nutzer abwälzen.

Die Frage der Verantwortung verlagert sich daher zunehmend auf digitale Plattformen. Der europäische Verbraucherverband BEUC hat gemeinsam mit seinen nationalen Mitgliedsverbänden in diesem Jahr vor den unzureichenden Reaktionen großer Plattformen auf betrugsbezogene Anzeigen gewarnt.

Gleichzeitig sieht das Gesetz über digitale Dienste der Europäischen Union, im Englischen als „DSA“ bekannt, bereits Mechanismen zur Meldung und Bearbeitung illegaler Inhalte vor.

Für Reiseveranstalter Die Schlussfolgerung ist ganz klar: Kontosicherheit, transparente Zahlungswege und Kommunikationsregeln mit den Gästen sind längst nicht mehr nur eine technische Angelegenheit. Wenn betrügerische Inhalte als legitime Nachricht des Hotels oder der Plattform erscheinen, trägt der eigentliche Dienstleister sehr schnell den Reputationsschaden.

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Stipan Spaija

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Stipan Spaija – Gründer und Herausgeber von Tragento.com

Stipan Spaija ist Gründer und Herausgeber von Tragent, einem B2B-Portal für Fachleute aus der Tourismusbranche. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Tourismus, mit den Schwerpunkten Luftfahrtbranche, Reisetechnologie und Vertrieb.