Ljubljana legt seine Strategie für Charterflüge bis 2026 neu fest.
Der slowenische Flughafen wirbt um Passagiere, indem er seine Abläufe optimiert und eng mit Reisebüros zusammenarbeitet, während die Zahlen im Charterbereich wieder das Niveau vor der Pandemie erreichen.
Der Beginn der Sommersaison am Jože-Pučnik-Flughafen in Ljubljana lässt deutliche Anzeichen einer Erholung erkennen und Stabilisierung des Chartermarktes. Nach Prognosen des Betreibers Fraport Slovenija werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 130.000 Urlaubsreisende über die Terminals in Brnik abgefertigt. Obwohl die Region mit einer Neuordnung der Kräfte und dem aggressiven Wachstum konkurrierender Flughäfen wie Zagreb und Venedig, Ljubljana gelingt es, seinen Anteil am Auslandsreiseverkehr durch gezielte Nischenmaßnahmen und Synergien mit wichtigen Reiseveranstaltern aufrechtzuerhalten.
Die ersten Touren der Saison führten traditionell auf die griechischen Inseln, doch die gesamte Branche richtet ihr Augenmerk nun auf die Rückkehr der Massenpauschalreisen. Nordafrika und die Türkei, wo überdurchschnittliche Auslastungsraten verzeichnet werden.
Arbeitsdruck und Schichten am frühen Morgen
Die gestiegene Nachfrage im Segment der Familienreisen stellt den Reiseveranstalter zudem vor erhebliche logistische Herausforderungen. Um Überschneidungen mit Linienflügen zu vermeiden und die Zeitnischen optimal zu nutzen, werden die meisten Charterflüge in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt.
Ein solcher Flugplan erforderte auch interne Anpassungen innerhalb des Flughafens selbst. Fraport Slovenia hat in der vergangenen Zeit erheblich in die Effizienz der Ankunfts- und Abflugabläufe investiert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Beschleunigung des Check-in-Prozesses für große, von Reisebüros organisierte Gruppen lag. Für die Flughafenleitung ist die Stabilität dieses Segments von größter Bedeutung; Charterpassagiere sorgen für die kritische Masse, die die nicht-flugbezogenen Einnahmen sicherstellt, vor allem durch Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe im Terminal.
Vielfalt der Kompetenzen als Schutzschild gegen den Wettbewerb
Der Schlüssel zum Fortbestand der Ljubljana-Charta liegt in einem äußerst flexiblen Kapazitätsmanagement (Zuteilungen). Lokale Reisebüros wie Palme, Relaxa, ETI und andere haben ein Netzwerk mit einer Vielzahl von Transportunternehmen aufgebaut, um Risiken zu streuen und wettbewerbsfähige Preise anzubieten.
Die Kapazitäten in der Hochsaison werden von Fluggesellschaften wie der inländischen bereitgestellt. Handeln Sie mit Aira, der griechischen Fluggesellschaft Aegean Airlines, sowie mit Unternehmen wie Sky Vision, Nile Air, Air Mediterranean, Nouvelair und Freebird. Dank dieser Auswahl an Fluggesellschaften können Reisebüros schnell auf Veränderungen der Nachfrage nach Reisezielen wie Antalya oder Hurghada reagieren, wo die Zahlen wieder das Niveau von 2019 erreichen. Ljubljana beweist damit, dass trotz der infrastrukturellen und netzwerkbezogenen Vorteile größerer regionaler Drehkreuze der direkte Transfer und ein integrierter Nahverkehr für slowenische Passagiere nach wie vor ein entscheidender Faktor sind.