
Swissport-Streik in Palma beendet: Einigung verringert das Risiko weiterer Beeinträchtigungen auf Mallorca
Swissport und die Gewerkschaft CCOO haben eine Einigung erzielt. nach einem viertägigen Streik am Flughafen Palma de Mallorca. Neue Arbeitsniederlegungen, die für die zweite Augusthälfte geplant waren, konnten somit in einer der geschäftigsten Phasen der Saison vermieden werden.
Der Arbeitskonflikt bei Swissport auf Mallorca ist mit einer Einigung beendet worden, die dazu führen dürfte, dass ein stabilerer Betrieb am Flughafen Palma de Mallorca für den Rest der Sommersaison. Am 14. August ratifizierte die Gewerkschaft CCOO die mit Swissport erzielte Vereinbarung vor dem Schlichtungs- und Mediationsgericht der Balearen, nachdem es zuvor zu einem viertägigen Streik und mehrwöchigen Verhandlungen gekommen war.
Die Vereinbarung regelt Arbeitszeiten, Dienstpläne und Löhne.
Die Vereinbarung sieht die Möglichkeit vor, die Arbeitszeiten der Beschäftigten entsprechend den saisonalen Erfordernissen auf Mallorca zu erhöhen sowie die Saison, die Schichten und die freien Tage besser zu planen. Auch die Löhne und Arbeitsbedingungen sollen an den Branchentarifvertrag angepasst werden, einschließlich der Anwendung einer angemessenen Inflationsanpassung für das Jahr 2026.
Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die von Groundforce zu Swissport gewechselt sind, werden gezielt überprüft, um allfällige Unterschiede bei ihrer Vergütung festzustellen. Zudem wurde die Möglichkeit geschaffen, zusätzliche Zulagen für Mitarbeiter auszuhandeln, die mehrere Aufgabenbereiche wahrnehmen. Die Gewerkschaft CCOO bezeichnet die Vereinbarung als einen ersten Schritt und kündigt an, die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zu überwachen.
Es waren bereits neue Streiks vorbereitet worden.
Kurz vor einer neuen Reihe von Arbeitsniederlegungen wurde eine Einigung erzielt. Das spanische Verkehrsministerium hatte bereits ein Mindestmaß an Dienstleistungen für die Streiks am 15., 18., 22., 25. und 29. August festgelegt. Nach Angaben, die dem Ministerium vorgelegt wurden, waren rund 650 Swissport-Mitarbeiter in Palma von dem Konflikt betroffen.
Für Fluggesellschaften und Reiseveranstalter bedeutet die Beilegung des Streits somit die Beseitigung eines erheblichen betrieblichen Risikos mitten in der Hochsaison. Die Bodenabfertigung wirkt sich unmittelbar auf den Check-in der Passagiere, die Gepäckabfertigung, das Einsteigen sowie die Zeit zwischen der Ankunft eines Flugzeugs und seinem nächsten Abflug aus.
Barcelona steht weiterhin unter Druck
In Barcelona sieht die Lage anders aus. Dort geht es nicht um Swissport, sondern um einen separaten Arbeitskonflikt, an dem Mitarbeiter von Groundforce beteiligt sind. Am 4. August begann am Flughafen Barcelona-El Prat ein unbefristeter Streik, der Mitte des Monats noch andauerte, obwohl der Betrieb in den letzten Tagen weitgehend ohne größere Beeinträchtigungen verlief.