
Amex GBT: Die Preise für Mietwagen bleiben stabil, doch zusätzliche Gebühren können die Kosten in die Höhe treiben.
Amex GBT rechnet für das zweite Halbjahr 2026 und das erste Halbjahr 2027 nur mit einem moderaten Anstieg der Mietwagenpreise. Allerdings könnten Steuern, Versicherungen und lokale Gebühren einen größeren Anteil ausmachen als der Tagespreis selbst.
Nach mehreren Jahren, in denen es zu erheblichen Beeinträchtigungen bei der Fahrzeugverfügbarkeit kam, Mietwagenmarkt geht nun in eine ruhigere Phase über. Laut dem neuen Ground Monitor Amex GBT Consulting, Es wird erwartet, dass die Preise für die Anmietung von Geschäftsfahrzeugen in den meisten der untersuchten Märkte in den nächsten 12 Monaten stabil bleiben oder moderat ansteigen werden.
Die Prognose basiert auf Daten aus Unternehmensprogrammen. Amex GBT's, daher ist dies in erster Linie für Geschäftsreisen relevant und weniger für den gesamten Freizeitmarkt. Eine verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit mindert den Druck auf die Preise, während Änderungen bei Versicherungen, Reparaturen und Steuern in die entgegengesetzte Richtung wirken.
In Europa herrscht weiterhin relative Ruhe, mit einer großen Ausnahme.
Frankreich und Spanien weisen die stabilste Prognose auf, die von unveränderten Preisen bis zu einem Anstieg um 0,51 TP3T reicht. Im Vereinigten Königreich wird ein Anstieg zwischen 0,61 TP3T und 1,31 TP3T erwartet, in Deutschland von 11 TP3T auf 21 TP3T und in den skandinavischen Ländern von 11 TP3T auf 2,51 TP3T.
Die Niederlande stechen mit einem Anstieg von 41 % auf 51 % hervor, was in erster Linie auf höhere steuerliche Belastungen im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen zurückzuführen ist. Für die Märkte der Adria-Region hat Amex GBT keine separate Prognose veröffentlicht, doch der europäische Trend deutet auf stabilere Basissätze hin, wobei in touristischen Reisezielen möglicherweise größere saisonale Schwankungen auftreten könnten.
Der Tagestarif gibt nicht mehr den vollständigen Überblick
In den USA und Kanada wird ein Wachstum von 1,51 TP3T auf 21 TP3T erwartet, während Australien einen Anstieg von 31 TP3T auf 3,41 TP3T verzeichnen könnte. Brasilien und Chile liegen im Bereich von 21 TP3T bis 41 TP3T.
Amex GBT warnt jedoch vor steigenden Stadt-, Flughafen- und sonstigen Nebenkosten, insbesondere in Nordamerika. Aus diesem Grund müssen Reisemanager bei Verhandlungen mit Anbietern die Gesamtkosten der Anmietung berücksichtigen und nicht nur den vertraglich vereinbarten Tagessatz.
Eine verbesserte Flottenverfügbarkeit eröffnet zudem die Möglichkeit, das Fahrtenvolumen bei einem oder zwei Mietwagenpartnern zu bündeln. Für TMCs und Firmenkunden könnte dies eine stärkere Verhandlungsposition bedeuten, vorausgesetzt, sie behalten Zusatzkosten, Fahrzeugkategorien und die tatsächlichen Kosten jeder Fahrt genau im Blick.