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Google entfernt „Vacation Rentals“ aus der Suche im EWR – Direktbuchungen verlieren einen wichtigen Vertriebskanal

Google entfernt „Vacation Rentals“ aus der Suche im EWR – Direktbuchungen verlieren einen wichtigen Vertriebskanal

Seit dem 8. September hat Google sein spezielles Modul für Ferienunterkünfte aus den Suchergebnissen für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum entfernt. Diese Änderung ist Teil der Anpassung an das Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act) und wirkt sich auf die Sichtbarkeit privater Unterkünfte in einem der wichtigsten Kanäle für die Buchung von Reisen aus.

„Google Vacation Rentals“ wird für Nutzer im EWR nicht mehr in der Google-Suche angezeigt. Das Modul ermöglichte es Gästen, Unterkünfte zu vergleichen, und leitete sie anschließend auf die Buchungswebsite weiter, einschließlich der Direktbuchungskanäle einzelner Unterkunftsanbieter.

Die Google-Suche verändert die Regeln im Reisevertrieb

Die Änderung trat am 8. September in Kraft. Google teilte seinen Partnern mit, dass es derzeit nicht möglich sei, das bestehende „Vacation Rentals“-Angebot im EWR anzuzeigen, schloss jedoch eine Rückkehr in anderer Form nicht aus.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Objekte vollständig aus dem Google-Ökosystem verschwinden. Laut Hospitable können bestehende Feeds für Ferienunterkünfte weiterhin die Anzeige auf Google Maps und google.com/hotels sowie den Nutzerverkehr von außerhalb des EWR unterstützen.

Google hat gleichzeitig seine kommerziellen Suchergebnisse neu gestaltet. Für Hotels, Flüge und Bodentransporte im EWR werden nun separate Blöcke für Aggregatoren wie Online-Reisebüros (OTAs) und Metasuchplattformen sowie für direkte Anbieter angezeigt. Ferienwohnungen sind derzeit nicht unter den verfügbaren Kategorien in diesen neuen Anbieter- und Aggregator-Blöcken aufgeführt.

Die Auswirkungen des DMA werden auch in der Adria zu spüren sein.

Die Änderungen erfolgen, nachdem die Europäische Kommission Google im Juli mit einer Geldstrafe von 460 Millionen Euro belegt hatte, weil das Unternehmen seine eigenen Dienste in den Suchergebnissen bevorzugt hatte. Als betroffene Bereiche nannte die Kommission unter anderem Hotels und den Verkehrssektor.

Für kroatische und slowenische Anbieter von Privatunterkünften sind die Auswirkungen unmittelbar spürbar, da beide Länder Teil des EWR sind. Die Änderung ist jedoch auch für Unterkünfte in Montenegro, Albanien, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien relevant, deren Nachfrage zu einem großen Teil von Gästen aus der EU stammt: Mit dem Wegfall des Moduls „Ferienwohnungen“ entfällt einer der Wege, über den ein Nutzer aus dem EWR von der Google-Suche zu einer Direktbuchung gelangen konnte.

Aus Vertriebssicht eröffnet dies Online-Reisebüros (OTAs) und anderen Vermittlern mehr Spielraum – und das gerade zu einer Zeit, in der Eigentümer und Immobilienverwalter versuchen, sich weniger auf provisionsbasierte Vertriebskanäle zu verlassen.

Tragento Verlag
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