
Die britische Fluggesellschaft stellt ihre eigene NDC-Architektur ein und wechselt zu Amadeus
Nach mehr als einem Jahrzehnt der eigenständigen Entwicklung und Verwaltung eines eigenen Vertriebssystems traf British Airways die strategische Entscheidung, das hauseigene System aufzugeben. NDC-Plattformen. Das Unternehmen stellt seine Vertriebsprozesse vollständig auf eine bewährte technologische Lösung um. Amadeus Altéa NDC. Dadurch wird es vollständig in das Ökosystem dieses Technologieriesen integriert.
Verzicht auf Handwerkskunst zugunsten der Standardisierung
Die britische Fluggesellschaft gehörte zu den Pionieren, die vor etwa zehn Jahren enorme Summen in den Aufbau einer eigenen Vertriebsarchitektur (basierend auf dem älteren IATA-17.2-Schema) investierten. Das Ziel war damals, die direkte Kontrolle über die Vertriebskanäle zu sichern und die Abhängigkeit von Zwischenhändlern zu verringern. Die langfristige Wartung und ständige Aktualisierung eines komplexen, maßgeschneiderten Systems wurde jedoch schließlich zu einer zu großen finanziellen und betrieblichen Belastung. Dies zeigte sich besonders deutlich in einer Zeit, in der die gesamte Branche rasch eine Standardisierung durchlief.
Die Entscheidung, die eigene Software einzustellen und auf die Altéa-Plattform umzusteigen, ist eigentlich die logische Fortsetzung einer umfassenderen technologischen Umstellung im Umfang von 7 Milliarden Pfund. Im Rahmen dieser Umstellung British Airways Das Unternehmen nutzt bereits Amadeus-Technologie zur Verwaltung des Angebots- und Bestellstandards (Nevio). Außerdem setzt es das Passenger Service System (PSS) selbst ein.
Was bringt die Umstellung auf den neuen Standard 21.3 mit sich?
Die Umstellung auf die neue Amadeus-Plattform, die auf dem weiterentwickelten IATA-21.3-Standard basiert, wird schrittweise über mehrere Jahre hinweg erfolgen. Die ersten Umstellungsprozesse für Partner werden voraussichtlich im letzten Quartal dieses Jahres beginnen. Aus Sicht des Reisebürobetriebs und der TMCs löst dieser Schritt eines der größten Probleme des bestehenden NDC – die komplizierte und fragmentierte Verwaltung von Buchungen nach dem Ticketkauf.
Die Kombination aus einem globalen Standard und der direkten Integration in das Passagiersystem wird die Einbindung neuer Partner in das Netzwerk erheblich beschleunigen. Für Reisefachleute bedeutet dies standardisierte Arbeitsabläufe und weniger manuellen Aufwand. Zudem ermöglicht sie endlich eine reibungslosere und automatisierte Abwicklung von Namensänderungen, Nachkäufen, Ticketumtausch und Auftragsaktualisierungen in Echtzeit.
Mit diesem Schritt macht British Airways deutlich, dass die Phase des Experimentierens mit isolierten, hauseigenen Lösungen hinter uns liegt. Es zeigt zudem, dass die Zukunft des Vertriebs bei konsolidierten, globalen Plattformen liegt, die ihren Partnern Stabilität und Beständigkeit bieten können.