Neuer Steuerdruck auf Familienunterkünfte in Kroatien: Die Regierung erhöht die unteren Schwellenwerte für Pauschalsteuern.
Das jüngste Paket von Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung bringt erhebliche Änderungen für inländische Vermieter mit sich, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf der Angleichung der steuerlichen Behandlung von Kurzzeit- und Langzeitvermietungen liegt.
Kroatien Tourismusbranche steht vor einer neuen Welle von regulatorischen Änderungen, die sich direkt auf die Struktur von Familienunterkünften auswirken. Im Rahmen des jüngsten Maßnahmenpakets zur Inflationsbekämpfung hat die Regierung eine Neuregelung des Pauschalsteuersystems für private Vermieter eingeführt. Die wichtigste Änderung besteht in der Anhebung des gesetzlichen Mindestpauschalbetrags pro Bett in den touristisch am stärksten erschlossenen Reisezielen. Obwohl die Regierung erklärt hat, dass das Ziel dieser Maßnahmen darin besteht, die Wirtschaft abzukühlen und Missbrauch zu verhindern, werden innerhalb der Branche bereits Fragen zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit kleiner Vermieter außerhalb der wichtigsten Tourismuszentren sowie zur Möglichkeit eines erneuten Anstiegs der Übernachtungspreise laut.
Eine neue Steuerarchitektur für die am weitesten entwickelten Reiseziele
Der entscheidende Hebel des neuen Regierungsmodells ist die Einflussnahme auf die Bandbreiten, innerhalb derer die Kommunen die Höhe der Pauschalsteuer festlegen können. Für Städte und Gemeinden, die unter die ersten beiden Kategorien fallen Je nach Grad der touristischen Erschließung erhöht sich der gesetzliche Mindestbetrag erheblich. In der Praxis steigt die Untergrenze für die Bettensteuer in den am stärksten erschlossenen Reisezielen von 100 € auf 150 €.
Diese Maßnahme betrifft unmittelbar die Kommunalbehörden, die die Steuerlast bislang bewusst auf einem Mindestniveau gehalten haben, um lokale Vermieter zu fördern. Andererseits wird es in Städten, die bereits die maximale Steuerbelastung pro Bett erhoben haben, wie beispielsweise Split oder Dubrovnik, keine direkten Änderungen an der Pauschale selbst geben; die jährlichen Gesamtzahlungen steigen jedoch weiter an, wenn Fixkosten wie Tourismusbeiträge, Beherbergungsgebühren und die Mehrwertsteuer auf Provisionen ausländischer Plattformen hinzugerechnet werden.
Zwischen Preisdruck und Auswirkungen auf den Markt für Langzeitmieten
Die Landesverwaltung macht keinen Hehl aus ihrer Absicht, Steuern zu erheben Die kurzfristige Vermietung an Touristen näherbringen ein klassisches, langfristiges Wohnmietverhältnis. Nach offizieller Auffassung des Finanzministeriums befindet sich der Tourismussektor zwar nach wie vor in einer günstigen Lage, doch der Spielraum für hohe Gewinne bei minimalen Ausgaben schrumpft zusehends.
Für die Hotelbranche und große Destination-Management-Unternehmen (DMCs) bedeutet diese Änderung eine schrittweise Angleichung der Wettbewerbsbedingungen, da die gewerbliche Beherbergungsbranche seit Jahren vor der steuerlichen Asymmetrie gewarnt hat. Für Agenturen, die private Portfolios verwalten, und TMCs stellt dies jedoch operative Herausforderungen dar. Erste Rückmeldungen aus der Praxis deuten darauf hin, dass Vermieter versuchen werden, einen Teil der neuen Kosten an die Endgäste weiterzugeben, was die Preise für Dienstleistungen in der Hochsaison weiter in die Höhe treiben könnte – trotz der Appelle des Ministeriums für Tourismus und Sport, Preiskorrekturen nach unten vorzunehmen.
Operative Herausforderungen außerhalb der Ballungszentren
Während die größten Städte aufgrund der hohen Nachfrage und einer längeren Saison regulatorische Schocks leichter auffangen können, werden Vermieter in kleineren, weniger entwickelten Tourismusdestinationen der ersten beiden Entwicklungskategorien den größten Druck spüren. Wo die Saison effektiv nur etwa fünfzig Tage dauert, verändert eine feste Erhöhung der Abgabe die Gewinnmargen dramatisch. Verbände von Familienvermietern und Kleinunternehmern haben bereits Petitionen gegen dieses Maßnahmenpaket gestartet und Sie warnen davor, dass der administrative Druck, anstatt den Markt zu regulieren, einige Kleinstunternehmer in den grauen Markt drängen oder sie dazu zwingen könnte, ihre Unterkünfte dauerhaft zu schließen, was sich direkt auf die den inländischen Agenturen zur Verfügung stehende Unterbringungskapazität auswirkt.