
Ab November führt Montenegro für fünf wichtige Quellmärkte eine Visumpflicht ein.
Ab dem 1. November 2026 benötigen Staatsangehörige aus Russland, China, der Türkei, Weißrussland und Saudi-Arabien für die Einreise ein Visum. Montenegro. Die neuen Vorschriften sind Teil der Angleichung der montenegrinischen Visumpolitik an die Vorschriften der Europäischen Union.
Die montenegrinische Regierung hat eine Änderung vorgenommen Visumregelung für fünf Länder die in den letzten Jahren eine wichtige Rolle im Tourismus des Landes gespielt haben. Die Entscheidung wurde am 23. Juli getroffen und tritt Anfang November in Kraft.
Die Visumpolitik wird Teil der Verhandlungen mit der EU
Die Angleichung an die Visumpolitik der EU ist einer der letzten Maßstäbe im Verhandlungskapitel 24, das die Bereiche Justiz, Freiheit und Sicherheit abdeckt. Die Europäische Union fordert die Länder des Westbalkans seit langem auf, die Lücken zwischen ihren nationalen Visaregelungen und den gemeinsamen europäischen Vorschriften zu schließen. Ziel ist es, irreguläre Migration und potenzielle Missbräuche der visumfreien Einreise einzudämmen.
Die Erfüllung der Reformverpflichtungen ist zudem an den Zugang zu Mitteln aus dem Europäischen Wachstumsplan für den Westbalkan geknüpft. Die Auszahlungen im Rahmen dieses Instruments hängen von der Umsetzung zuvor vereinbarter Reformschritte ab.
Die VFS-Zentren sollten das Verfahren vereinfachen.
Um die Auswirkungen der neuen Vorschriften abzumildern, erweitert das montenegrinische Außenministerium die Möglichkeiten zur Einreichung von Anträgen. Reisende sind künftig nicht mehr ausschließlich auf montenegrinische Botschaften und Konsulate angewiesen.
Anträge können bereits in den VFS Global-Zentren in Russland, der Türkei, Indien, Bangladesch, Kirgisistan, Aserbaidschan und den Vereinigten Arabischen Emiraten eingereicht werden. Zudem wurde die Eröffnung von Zentren in China, Weißrussland, Saudi-Arabien und weiteren Märkten in Asien und im Nahen Osten angekündigt.
Die Tourismusbranche steht vor einer Phase der Anpassung.
Für den montenegrinischen Tourismus werden die Kosten, die Dauer und die Unkompliziertheit des Visumverfahrens von entscheidender Bedeutung sein. Ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand könnte die Zahl der Spontanbuchungen verringern, insbesondere bei Einzelreisenden und bei Reisen, die kurz vor der Abreise gebucht werden.
Andererseits kann ein breites Netzwerk von Antragszentren einen Nachfragerückgang abfedern, sofern die Bearbeitung zügig und planbar erfolgt. Reisebüros, Fluggesellschaften und Hoteliers müssen daher die neuen Regeln klarer kommunizieren und zu einer frühzeitigeren Buchung anregen. Diese Veränderung zeigt, dass die engere Annäherung Montenegros an die Europäische Union zunehmend konkrete operative Konsequenzen für die Tourismusbranche mit sich bringen wird.