
Das Dashboard „Tourism Trends“ der OECD ermöglicht den Vergleich regionaler Tourismusmärkte.
Die neue interaktive Plattform bündelt Tourismusindikatoren für mehr als 50 Länder. Zu den regionalen Märkten, die in den neuesten Tourismusdaten der OECD erfasst sind, gehören Kroatien, Slowenien, Serbien und Montenegro.
Die OECD hat eine Initiative gestartet Trends im Tourismus, interaktives Dashboard die einen Vergleich der wichtigsten Tourismusindikatoren von mehr als 50 Ländern an einem Ort ermöglicht. Die Plattform erfasst Der wirtschaftliche Beitrag des Tourismus, Reiseeinnahmen und -ausgaben, Touristenströme, Beschäftigung, Unternehmen und Konsum. und zeigt, wie sich die einzelnen Indikatoren im Laufe der Zeit verändert haben.
Für die Tourismusbranche in der Adria-Region ist es besonders interessant, dass zu den Ländern, die in den aktuellen Daten der OECD zu Tourismustrends vertreten sind, folgende gehören: Kroatien, Slowenien, Serbien und Montenegro. Dadurch erweist sich das Dashboard als praktisches Instrument zum Vergleich benachbarter Märkte, die sich hinsichtlich ihrer Tourismusstrukturen, der internationalen Nachfrage und ihrer Abhängigkeit von Reiseeinnahmen unterscheiden.
Die Zahlen zeigen, wie unterschiedlich die Märkte sind.
Kroatien sticht unter den vier Ländern durch den hohen direkten Beitrag des Tourismus zur Wirtschaft hervor. Nach Angaben der OECD machte der Tourismus im Jahr 2022 12,2 % des kroatischen BIP aus, während sein direkter Anteil in Slowenien im Jahr 2023 bei 5,2 % lag. In Serbien verzeichnete die OECD für das Jahr 2023 einen Anteil von 21 %.
Montenegro weist eine andere Art der Abhängigkeit vom Tourismus auf. Die Einnahmen aus dem Tourismus machten im Jahr 2024 54,61 % der gesamten Dienstleistungsexporte aus, während das Land im selben Jahr 2,5 Millionen internationale Touristen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben verzeichnete.
Das Benchmarking wird immer einfacher
Der Nutzen des neuen Tools liegt nicht nur in der Verfügbarkeit einzelner Zahlen. Destinationsmanagement-Organisationen, Hoteliers, Investoren und Tourismusunternehmen können nun Märkte anhand identischer oder vergleichbarer Indikatoren leichter miteinander vergleichen und Veränderungen über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgen.
Dies ist besonders nützlich in einer Region, in der die Reiseziele zwar gleichzeitig um Gäste, Investitionen und Arbeitskräfte konkurrieren, jedoch mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sind – von Saisonabhängigkeit und Wachstumsmanagement in Kroatien und Montenegro bis hin zur Aufwertung des touristischen Angebots in Slowenien und der weiteren Entwicklung der internationalen Nachfrage in Serbien.
Die OECD bezieht Daten zunehmend in die Gestaltung der Tourismuspolitik ein. In ihrem Bericht Trends und Strategien im Tourismus 2026, der 53 OECD- und Partnerländer umfasst, werden Investitionen in Daten, Digitalisierung und ein besseres Destinationsmanagement als eine der wichtigsten Richtungen für die Tourismusentwicklung genannt.