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Slowenien schloss den Sommer mit 6,3 Millionen Übernachtungen ab; der Fokus verlagert sich vom Wachstum auf die Nachfragesteuerung

Slowenien schloss den Sommer mit 6,3 Millionen Übernachtungen ab; der Fokus verlagert sich vom Wachstum auf die Nachfragesteuerung

Nach den derzeit vorliegenden Daten für Juli und August verzeichnete Slowenien 2,2 Millionen Touristenankünfte und 6,3 Millionen Übernachtungen. Beide Kennzahlen stiegen um rund sieben Prozent, doch die Zahlen werfen erneut die Frage nach der Konzentration der Gäste auf die meistbesuchten Reiseziele auf.

Slowenischer Tourismus Es war erneut ein sehr starker Sommer. Der Anstieg bei den Ankünften und Übernachtungen bestätigt eine stabile internationale Nachfrage, doch der interessantere Teil der Geschichte verbirgt sich hinter den Gesamtzahlen. Slowenien macht zunehmend deutlich, dass es seinen zukünftigen Erfolg nicht mehr ausschließlich an der Zahl der Gäste messen will, sondern an den Einnahmen, der räumlichen Verteilung der Besucher und der Belastung der lokalen Gemeinden.

Bergregionen sind die Wachstumsmotoren

Die endgültigen SURS-Daten für Juli zeigen deutlich, wo sich die Nachfrage konzentriert. In diesem Monat wurden 1,16 Millionen Ankünfte verzeichnet, 10,6 Prozent mehr als im Vorjahr, sowie 3,26 Millionen Übernachtungen, was einem Anstieg von 8,9 Prozent entspricht.

Bis zu 40 Prozent aller Übernachtungen im Juli entfielen auf Bergregionen. Bled, Bohinj und Kranjska Gora gehörten zu den meistbesuchten Orten, und die Zahl der Übernachtungen in dieser Kategorie stieg um 13,8 Prozent. Gerade die Julischen Alpen werden nach Ansicht der Slowenischen Tourismusorganisation in der Hochsaison am stärksten belastet.

Privatunterkünfte und Campingplätze verzeichnen ein stärkeres Wachstum als Hotels.

Auch die Struktur der Übernachtungen ist für die Tourismusbranche von Interesse. In privaten Unterkünften wurden im Juli fast 968.000 Übernachtungen verzeichnet, 10,6 Prozent mehr als im Vorjahr, während Campingplätze mit 721.000 Übernachtungen einen Anstieg von 12,6 Prozent verzeichneten. In Hotels wurden rund 950.000 Übernachtungen verzeichnet, was einem Anstieg von 5,3 Prozent entspricht.

Ein solcher Zusammenhang lässt darauf schließen, dass ein Teil des Wachstums von Segmenten getragen wird, die eng mit Outdoor-Produkten und Individualreisen verbunden sind, was den Bedarf an einem Verkehrsmanagement auf Ebene der Reiseziele weiter erhöht – statt sich lediglich auf die Steuerung der Beherbergungskapazitäten zu beschränken.

Slowenien setzt neue Maßstäbe für den Erfolg im Tourismus.

Auf der Tourismusdiskussion des Bled Strategic Forum war die Botschaft ganz klar: Etablierte Reiseziele können einen Anstieg der Gästezahlen nicht mehr automatisch mit Erfolg gleichsetzen. Der Schwerpunkt verlagert sich nun auf einen höheren Mehrwert pro Besucher, eine Verteilung der Nachfrage über das ganze Jahr hinweg und den Schutz von Gebieten in den am stärksten belasteten Regionen.

Nachdem jahrelang die Besucherzahlen als maßgeblicher Erfolgsfaktor galten, stellt sich nun zunehmend die Frage, wie viel der Tourismus der Region tatsächlich einbringt und wie viel die lokale Infrastruktur verkraften kann.

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Stipan Spaija

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Stipan Spaija – Gründer und Herausgeber von Tragento.com

Stipan Spaija ist Gründer und Herausgeber von Tragent, einem B2B-Portal für Fachleute aus der Tourismusbranche. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Tourismus, mit den Schwerpunkten Luftfahrtbranche, Reisetechnologie und Vertrieb.